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Heimtiere auf Reise

Veterinärrechtliche Bestimmungen beim privaten und gewerblichen Verbringen

 

Der Gewinn eines langen Aufenthaltes außerhalb unseres Landes liegt vielleicht weniger in dem, was wir über fremde Länder erfahren, sondern in dem, was wir dabei über uns selbst lernen.

 

Roger Peyrefitte

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Der Strandhund

Der Hund sitzt geduldig im Flur,
was machen die Menschen da nur?

Herrchen packt die letzten Socken ein,
bei Frauchen geht schon nichts mehr rein.

Die Koffer werden in das Auto gestellt,
der Hund sich alsbald daneben gesellt.

Es geht nach Portugal an den Strand,
der Hund träumt vom Wühlen im Sand.

Bald hören alle das Meer rauschen,
und lassen die Alltagssorgen sausen.

 

Weltweiter Tiertransport per Luftfracht

Die traditionsreiche Firma GK Airfreight Service - Gradlyn Kennels GmbH mit Sitz in Franfurt/M. (Flughafen) ist der Spezialist für die Reise bzw. den Versand von Tieren. Die Haustiere (Hunde, Katzen, Exoten) sind in guten Händen. Die Kunden waren bisher sehr zufrieden. Das Unternehmen setzt sich auch für den Tierschutz ein.

 

Wichtige Regelungen beim Reisen mit Tieren

Hunde, Katzen, Frettchen

Neue Bestimmungen für die REise mit Tieren ab Dezember 2014

Die nachfolgenden Regelungen A bis C gelten für das Verbringen von Hunden, Katzen und Frettchen zu anderen als Handelszwecken (“ jede Verbringung, die weder den Verkauf eines Heimtieres noch den Übergang des Eigentums an dem Heimtier bezweckt”).

Der Verfügungsberechtigte muss eine Erklärung nach dem Muster von Anhang IV Teil 3 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2013 mitführen. Darin wird bestätigt, dass die Tiere im Einreiseland nicht verkauft oder übereignet werden. Die Erklärung ist fünf Tage lang gültig.

Es dürfen höchstens fünf Heimtiere mitgeführt werden. Eine Ausnahme stellt die Verbringung zum Zweck der Teilnahme an Wettbewerben, Ausstellungen oder Sportveranstaltungen bzw. zum Training für solche Veranstaltungen dar. Der Halter oder die ermächtigte Person müssen in diesem Fall einen schriftlichen Nachweis vorlegen, dass die Heimtiere für die Teilnahme an einer der oben aufgeführten Veranstaltungen oder bei einer Vereinigung, die solche Veranstaltungen organisiert, registriert sind.

Zu den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gehören neben Deutschland: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Nordirland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

A. In Länder innerhalb der Europäischen Union

Regelungen für das Verreisen mit Hund, Katze oder Frettchen sind in der

Verordnung (EU) Nr. 576/2013 vom 28. Juni 2013 Verordnung (EU) Nr. 576/2013

und der

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2013 vom 28. Juni 2013 Durchführungsverordnung (EU) 577/2013

enthalten.

Anhang iV der Durchführungsverordnung wurde mit der

Durchführungsverordnung (EU) 2016/561 vom 11. April 2016 Durchführungsverordnung 2016_561_EU

geändert.

Auszug aus den Erwägensgründen: “Nachdem es wiederholt zu Fälschungen von Laborberichten über die Ergebnisse des Tests zur Titrierung von Tollwutantikörpern kam, ist es angezeigt, die bescheinigungsbefugten Beamten in den Gebieten oder Drittländern daran zu erinnern, dass zufriedenstellende Ergebnisse bei diesem Test nur dann bescheinigt werden sollten, wenn die Echtheit des Laborberichts überprüft wurde. Zu diesem Zweck sollte ein spezieller erläuternder Hinweis in die Tiergesundheitsbescheinigung aufgenommen werden.”

Das folgende Merkblatt des Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. gibt einen umfassenden Überblick über die neue Rechtslage:

Neue EU-Verordnung für das Reisen mit Heimtieren Neue EU-Verordnung Reise mit Heimtieren

Die wichtigste Bedingung für die Mitnahme der genannten Tiere zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist eine wirksame, in den Heimtierpass eingetragene Tollwutimpfung.

Nach § 1 Nr. 3 der

Tollwut-Verordnung vom 4. Oktober 2010 Tollwutverordnung

besteht ein wirksamer Impfschutz, wenn eine Impfung gegen Tollwut

  • im Falle der Erstimpfung von Welpen im Alter von mindestens drei Monaten mindestens 21 Tage nach Abschluss der Grundimmunisierung und längstens um den Zeitraum zurückliegt, den der Impfstoffhersteller für eine Wiederholungsimpfung angibt (in der Regel drei bis vier Wochen), oder
  • im Falle von Wiederholungsimpfung die Impfungen jeweils innerhalb des Zeitraumes durchgeführt werden, den der Impfstoffhersteller für die jeweilige Wiederholungsimpfung angibt (in der Regel drei Jahre).

Die Verordnung (EU) 576/2013 eröffnet die Möglichkeit zum direkten Verbringen von Heimtieren ohne Tollwutimpfung zwischen den Mitgliedstaaten. Die entsprechenden Mitgliedstaaten müssen dazu einen gemeinsamen Antrag bei der EU-Kommission stellen.

Um eine eindeutige Verbindung zur Gesundheitsbescheinigung oder zum Tierpass zu gewährleisten müssen Heimtiere durch einen elektronischen Transponder gekennzeichnet werden oder eine deutlich lesbare vor dem 3. Juli 2011 angebrachte Tätowierung aufweisen. Das Ausstellen eines Heimtierausweises erst im Rahmen der Kennzeichnung mit einem Transponder des Welpen möglich. Der Welpe kann vorab geimpft werden, allerdings wird eine für einen Grenzübertritt notwendige Tollwutimpfung erst gültig, wenn Sie nach oder zeitgleich mit dem im Pass vermerkten Kennzeichnungsdatum erfolgt ist. Die Impfung gegen Tollwut kann erst in der 12. Lebenswoche erfolgen. In der Praxis erfolgt i.d.R. zeitgleich die Kennzeichnung des Tieres mit einem Transponder und die Ausstellung des (blauen) Heimtierausweises. Vorher durchgeführte Impfungen sind im (gelben) nationalen Impfausweis zu dokumentieren. Diese Impfungen sind in den Heimtierausweis umzutragen bzw. der Abschluss der Grundimmunisierung einzutragen.

Der ausstellende Tierarzt ist neben der ordnungsgemäßen Kennzeichnung und Nämlichkeitskontrolle zur Versiegelung der Kennzeichnungs- und Impfinformationen (Transponder-Nummer, Tollwut-Impfaufkleber) mittels selbstklebender Laminierung verpflichtet. In den Heimtierausweis sind Name und Kontaktinformationen des Tierarztes und des Tierbesitzers einzutragen. Die Angaben sind von beiden Personen mittels Unterschrift zu bestätigen.

Vor dem 29. Dezember 2014 ausgestellte Ausweise gemäß

Entscheidung der Kommission 2003/803/EG vom 26. November 2013 Entscheidung der Kommission 2003/803/EG

behalten ihre Gültigkeit.

Reise mit Welpen, die jünger als 12 Wochen sind (ohne Tollwutimpfung) bzw. Welpen im Alter von 12 bis 16 Wochen (keine gültige Tollwutimpfung):

Die EU hat es den Mitgliedstaaten frei gestellt, ob sie die Einreise von unter 12 Wochen alten, nicht geimpften Welpen zulassen oder nicht. Dadurch gibt es keine EU-einheitliche Regelung; die Vorgaben müssen bei der Veterinärbehörde des jeweiligen Landes erfragt werden.

Nach der

Entscheidung 2005/91/EG vom 2. Februar 2005 Entscheidung 2005/91/EG

wird eine Tollwutimpfung 21 Tage nach Abschluss des Impfprotokolls als gültig betrachtet, das der Impfstoff Hersteller für die Erstimpfung in dem Land vorschreibt, in dem die Erstimpfung vorgenommen wird.

 

Neue Regelungen beim Verbringen von nicht gegen Tollwut geimpften Welpen

Mit der

Verordnung zur Änderung tierseuchenrechtlicher Verordnungen und zur Aufhebung der Sperrbezirksverordnung Verordnung zur Änderung tierseuchenrechtlicher Verordnungen

vom 29. Dezember 2014

wurde auch die Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung geändert. In der Konsequenz gibt es Änderungen hinsichtlich des Verbringens von nicht gegen Tollwut geimpften Welpen.

Deutschland macht weder von der Genehmigungsoption nach Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung (EU) 576/2013 für im Reiseverkehr aus einem anderen Mitgliedstaat verbrachte Welpen unter 12 Wochen ohne Tollwutimpfung bzw. Welpen unter 16 Wochen ohne gültige Tollwutimpfung noch von der Genehmigungsoption nach Artikel 11 Absatz 1 der Verordnung (EU) 576/2013 für im Reiseverkehr aus einem Drittland verbrachte Welpen unter 12 Wochen ohne Tollwutimpfung bzw. Welpen unter 16 Wochen ohne gültige Tollwutimpfung Gebrauch. Dies bedingt dann auch ein Mindestalter von 15 Wochen für die Welpen (Mindestalter für die Tollwut-Erstimpfung 12 Wochen plus 3 Wochen bis zur Ausbildung der entsprechenden Immunantwort) beim innergemeinschaftlichen Verbringen bzw. der Einfuhr. Damit erhofft man sich auch eine Rückgang gegen das in der Verordnung (EU) 1/2005 vorgegebene Mindestalter zum Transport von Welpen ohne das Muttertier.

Im Falle der Durchfuhr durch ein nicht gelistetes Drittland ist eine Erklärung nach dem Muster von Anhang I Teil 2 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2013 auszufüllen. Der Verfügungsberechtigte bestätigt darin, dass das Heimtier mit wild lebenden für Tollwut empfänglichen Arten keinen Kontakt hatte und das gesicherte Transportmittel oder den gesicherten Bereich des Flughafens nicht verlassen hat.

Die (Weiter-) Verbringung der Welpen in andere Mitgliedstaaten darf nur mit einer gültigen Tollwutimpfung erfolgen. Aus nicht gelisteten Ländern dürfen Welpen nicht in die EU einreisen. Es gibt diesbezüglich keinerlei Ausnahmen.

Für die Mitnahme von Heimtieren gelten bezüglich der Behandlung gegen Bandwürmer für Finnland, Großbritannien und Nordirland, Irland, Malta und Norwegen zusätzliche Reglungen:

Hunde müssen gegen Bandwürmer (Echinococcus multilocularis) mit Praziquantel 24 bis 120 Stunden vor der Einreise behandelt werden. Alternativ wird für Norwegen akzeptiert, dass Hunde alle 28 Tage behandelt werden. Solche Hunde müssen dann, bevor sie nach Norwegen einreisen, zweimal innerhalb von 28 Tagen behandelt werden, und die Behandlung muss dann kontinuierlich fortgesetzt werden. Es müssen Name und Dosierung des Präparates, Datum und Zeitpunkt der Behandlung sowie die Form der Verabreichung (oral oder parenteral) im Heimtierausweis bescheinigt sein.

B. In Länder außerhalb der Europäischen Union

Bei Reisen in Länder außerhalb der Europäischen Union oder bei dem Erwerb von Heimtieren in diesen Ländern solle man sich unbedingt vorher bei den Vertretungen des Urlaubslandes in der Bundesrepublik Deutschland sowie den deutschen Veterinärbehörden nach den Bedingungen erkundigen, um bei der Ein- bzw. Rückreise keine bösen Überraschungen zu erleben.

Auf der Homepage des Auswärtigen Amtes finden Sie alle Vertretungen fremder Saaten in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Adresse und Telefonnummer des für Sie zuständigen Veterinäramtes finden Sie in der Regel auf der Internetseite der entsprechenden Landestierärztekammer. Im Land Bremen ist die Tierärztekammer beim Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst (LMTVet) angesiedelt.

Jährlich aktualisierte Einreisebestimmungen sowohl für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union als auch für Drittländer sowie Ratschläge rund um den Urlaub mit Hund, Katze und Frettchen finden Sie auf den Internetseiten der Firmen Intervet und Merial. Es stehen ansprechend gestaltete Broschüren zum Download bereit.

Auch auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erhalten Sie Tipps zum Reisen mit Heimtieren.

C. (Wieder-) Einreise in die Europäische Union aus Drittländern

Bei der Einreise von Hunden, Katzen und Frettchen in die Bundesrepublik Deutschland aus Drittländern ist je nach Tollwutsituation folgendes Dokument mitzuführen:

  • Tiergesundheitslage in Bezug auf Tollwut analog den EU-Mitgliedstaaten: Andorra, Färöer, Gibraltar, Grönland, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz und der Vatikanstadt
  • Tiergesundheitslage in Bezug auf Tollwut zufriedenstellend: Ascension, Vereinigte Arabische Emirate, Antigua und Barbuda, Niederländische Antillen, Argentinien, Australien, Aruba, Bosnien und Herzegowina, Barbados, Bahrain, Bermuda, Bonaire, St. Eustatius und Saba (die Karibischen Niederlande), Belarus, Kanada, Chile, Curaçao, Fidschi, Falklandinseln, Hongkong, Jamaika, Japan, St. Kitts und Nevis, Kaimaninseln, St. Lucia, Montserrat, Mauritius, Mexiko, Malaysia, Neukaledonien, Neuseeland, Französisch-Polynesien, St. Pierre und Miquelon, Rumänien, Russland, Singapur, St. Helena, Trinidad und Tobago, Taiwan, Vereinigte Staaten von Amerika (Amerikanisch-Samoa, Guam, Nördliche Marianen, Puerto Rico, Amerikanische Jungferninseln), St. Vincent und die Grenadinen, Britische Jungferninseln, Vanuatu, Wallis und Futuna sowie Mayotte.

Bei den Heimtieren muss zusätzlich zur Impfung gegen Tollwut deren Wirksamkeit mittels Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Tollwut mit zufriedenstellendem Ergebnis (neutralisierender Antikörper von mindestens 0,5 IE/ml ) vorgenommen werden. Die Blutentnahme muss ein in dem jeweiligen Drittland autorisierter Tierarzt gemäß Anhang IV der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 vornehmen. Sie muss mindestens 30 Tage nach der Impfung und mindestens 3 Monate vor Einreise in die EU erfolgen. Die Blutuntersuchung selbst muss in einem von der EU-Kommission zugelassenen Labor erfolgen.

Die Antikörpertitrierung braucht bei einem Heimtier, bei dem die Tollwutimpfung in den von dem Impfstoffhersteller festgelegten Zeitabständen wieder aufgefrischt wird, nicht wiederholt zu werden. Die Frist von drei Monaten gilt nicht im Fall der Wiedereinreise eines Heimtiers, aus dessen Ausweis hervorgeht, dass die Titrierung mit positivem Ergebnis durchgeführt worden ist, bevor dieses Tier das Gebiet der Europäischen Union verlassen hat.

Eine elektronische Kennzeichnung des Tieres (Mikrochip nach ISO-Norm 11784 oder 11785) ist für die Einfuhr unabdingbar.

Die Einfuhr von Tieren unter drei Monaten, die über keinen gültigen Tollwutimpfschutz verfügen, ist nicht möglich. Hierfür wird keine Genehmigung erteilt.

Bitte informieren Sie in jedem Fall die deutsche Grenzkontrollstelle rechtzeitig über die Einfuhr des Tieres. Eine Übersendung (z.B. per Fax) der benötigten bzw. vorhandenen Dokumente ca. 2 Wochen vor der Einfuhr ist ratsam. Schwierigkeiten (i.d.R. zeitliche Verzögerungen) bei der Abfertigung an der Grenzkontrollstelle werden so vermieden.

Liste der Grenzkontrollstellen in Deutschland (Heimtiere, privater Reiseverkehr) Liste der Grenzkontrollstellen in Deutschland

Bekanntmachung der Zollstellen sowie der zugeordneten Grenzkontrollstellen bei denen lebende Tiere Bekanntmachung der Zollstellen

zur Ein-, Aus- und Durchfuhr abgefertigt werden

Gewerbliches Verbringen bzw. gewerbliche Einfuhr

In der Verordnung (EG) Nr. 576/2013 werden nach Artikel 1 die tierseuchenrechtlichen Vorschriften für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und die Vorschriften für die Kontrolle der Erfüllung der Anforderungen bei einer solchen Verbringung festgelegt.

Gemäß Artikel 3 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 handelt es sich bei Heimtieren um “Tiere der in Anhang 1 genannten Arten, die ihre Eigentümer oder eine andere natürliche Person, die während der Verbringung im Auftrag des Eigentümers für die Tiere verantwortlich ist, begleiten und nicht dazu bestimmt sind, Gegenstand eines Verkaufs oder einer Eigentumsübertragung zu sein”.

Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes (BVerwG) vom 7. Juli 2016 zum Verbringen herrenloser Hunde durch Tierschutzverein e

Das Bundesverwaltungsgericht hat abschließend über die Klage eines Tierschutzvereins im Rahmen der Vermittlung herrenloser Hunde aus dem Ausland entschieden. Tierschutzvereine müssen demnach bei der Vermittlung herrenloser Hunde aus dem Ausland die für gewerbsmäßige Tiertransporte geltenden Vorschriften beachten. Weitere Informationen könen Sie der Pressemitteilung entnehmen.

Erlaubnispflicht für Pflegestellen gem. § 11 Tierschutzgesetz

Nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 Tierschutzgesetz gilt eine Erlaubnispflicht für das Verbringen oder das Verbringen lassen bzw. Einführen von Wirbeltieren nach Deutschland zur Vermittlung an inländische Tierhalter. Hierbei können die Tiere in anderen Pflegestellen untergebracht werden. Bei Pflegestellen kann es sich um eine tierheimähnliche Einrichtung nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 Tierschutzgesetz handeln. Nach dem Kommentar Tierschutzgesetz, Hirt, Maisack, Moritz, 3. Auflage, § 11 Rd. Nr. 6 wird folgendes dazu aufgeführt: Eine tierheimähnliche Einrichtung wird auch angenommen, wenn herrenlose Hunde und Katzen aus dem Ausland nur vorübergehend untergebracht und anschließend an neue Halter weitervermittelt werden sollen. Allerdings handelt es sich nicht um eine tierheimähnliche Einrichtung, wenn die Tiere in Wohnungen untergebracht werden. Privatpersonen, die z. B. Hunde aufnehmen, sind nicht genehmigungspflichtig. Tierheime, die eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 Tierschutzgesetz haben und die bereits im Inland befindliche Tiere aufnehmen, die zuvor durch andere Einrichtungen oder Personen aus dem Ausland nach Deutschland verbracht worden sind, benötigen keine weitere Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 Tierschutzgesetz.

In Artikel 5 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 heißt es: “Die Zahl der Heimtiere der in Anhang I Teil A genannten Arten, die vom Halter oder von einer ermächtigten Person bei einer einzelnen Verbringung zu anderen als Handelszwecken mitgeführt werden dürfen, beträgt höchstens fünf.”

Anhang 1 der Verordnung (EG) Nr. 576/2013

Heimtierarten

TEIL A

  • Hunde (Canis lupus familiaris)
  • Katzen (Felis silvestris catus)
  • Frettchen (Mustela putorius furo)

TEIL B

  • Wirbellose Tiere (mit Ausnahme von Bienen und Hummeln, die unter Artikel 8 der Richtlinie 92/65/EWG fallen, sowie von Weich- und Krebstieren, die in Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe e Ziffer ii und iii der Richtlinie 2006/88/EG genannt sind)
  • Zu Zierzwecken gehaltene Wassertiere gemäß der Definition in Artikel 3 Buchstabe k der Richtlinie 2006/88/EG, die nicht nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a dieser Richtlinie von ihr ausgenommen sind
  • Amphibien
  • Reptilien
  • Vögel: Exemplare anderer als der in Artikel 2 der Richtlinie 2009/158/EG genannten Vogelarten
  • Säugetiere: Nagetiere und Kaninchen, die nicht zur Nahrungsmittelproduktion bestimmt sind und unter den Begriff "Hasentiere" in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 fallen.

Wenn ein Tier transportiert wird, dass dazu bestimmt ist,

  • an einen anderen Besitzer abgegeben oder verkauft zu werden und/oder
  • die Gesamtzahl der transportierten Tiere fünf übersteigt und/oder
  • es sich um andere als Heimtiere handelt

gelten die Anforderungen für das gewerbliche Verbringen/die gewerbliche Einfuhr.

Diese sind :

die Richtlinie 92/65/EWG vom 13. Juli 1992 Richtlinie 92/65/EWG

die Richtlinie 90/425/EWG vom 26. Juni 1990 Richtlinie 90/425/EWG

die Binnenmarkt-Tierseuchen-Schutzverordnung vom 6. April 2005 Binnenmarkt-Tierseuchen-Schutzverordnung

die Verordnung (EG) 1/2005 Verordnung (EG) 1/2005

sowie

das Tierschutzgesetz Tierschutzgesetz.

Im Handelsverkehr aus einem anderen Mitgliedstaat verbrachte Welpen müssen von einem Attest nach Anhang E Teil 1 der Richtlinie 92/65/EWG begleitet werden. Darin ist zwar grundsätzlich die Option für Welpen unter 12 Wochen ohne Tollwutimpfung bzw. Welpen unter 16 Wochen ohne gültige Tollwutimpfung auswählbar, aber nur dann, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die Öffentlichkeit gemäß Artikel 37 der Verordnung (EU) 576/2013 darüber informiert hat, dass er Verbringungen solcher Tiere in sein Gebiet genehmigt. Die ist mit der Änderung der Binnenmarkt-Tierseuchen-Schutzverordnung nicht mehr gegeben, insofern brauchen auch zu Handelszwecken verbrachte Tiere immer eine gültige Tollwutimpfung.

Einen Überblick über die Rechtslage gibt folgendes Merkblatt:

Anforderungen an den Innergemeinschaftlichen Handel mit Hunden und Katzen - Übersicht Adobe

(Gewerblicher) Transport von Tieren - Tierschutzrechtliche Bestimmungen (Zulassungen, Befähigungsnachweis)

Transportunternehmer müssen nach Artikel 10 bzw. 11 der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zugelassen sein, sofern sie Transporte durchführen, die 65 km überschreiten. Die Zulassung ist auf maximal 5 Jahre zu befristen. Auch für den Transport von anderen Tieren als landwirtschaftlichen Nutztieren - jeweils in Verbindung mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit - ist eine Zulassung als Transportunternehmer erforderlich.  

Bei der Beurteilung, ob ein Transport in Verbindung mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit durchgeführt wird, muss der Erwägungsgrund Nr. 12 der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 herangezogen werden. Danach beschränkt sich die wirtschaftliche Tätigkeit nicht nur auf Fälle, in denen unmittelbar ein Austausch von Geld, Gütern oder Dienstleistungen erfolgt (z. B. Spediteure), sondern auch auf Transporte bei denen direkt oder indirekt ein Gewinn entsteht bzw. angestrebt wird. Dabei ist nicht nur der Transport an sich oder das Ziel des Transportes maßgebend, sondern ob der Transport mit der wirtschaftlichen Tätigkeit des Durchführenden bzw. Auftraggebers im Zusammenhang steht. Es kommt nicht auf die Zweckbestimmung des Einzeltransportes an.

Ein Tierhalter/-züchter oder Landwirt, der mit seinen Tieren im Rahmen seiner wirtschaftlichen Tätigkeit Geld verdient und diese zum Verkauf oder Auktion/Ausstellung/Tierschau transportiert, fällt daher unter die Verordnung, ein Hobbytierhalter jedoch nicht. So ist bei Amateurreitern - auch wenn sie bisweilen größere Preisgelder erhalten - nicht von einer wirtschaftlichen Tätigkeit auszugehen. Gleiches trifft auf die Halter von Eseln zu, die ihre Tiere zum Ausgangspunkt eines Wanderrittes – ohne zahlende Gäste - transportieren. Auch das Verbringen von Alpakas oder Lamas zu Tierschauen oder Erntedankfesten – keine Möglichkeit eines Verkaufes voraussetzt – stellt keine wirtschaftliche Tätigkeit dar. vorausgesetzt es findet dort  Ausschlaggebend ist die wirtschaftliche Tätigkeit des Durchführenden bzw. Auftraggebers, die zu einer Eintragung in einem öffentlichen Register oder einer steuerlichen Veranlagung führt. Als Kriterium für eine “wirtschaftliche Tätigkeit” kann laut Kommission beispielsweise die steuerliche Veranlagung herangezogen werden. Auch das Vorliegen einer Erlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes kann im Einzelfall ein Hinweis auf eine wirtschaftliche Tätigkeit sein. 

Nach Artikel 6  Abs. 5 der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 dürfen Straßenfahrzeuge, auf denen Hausequiden, Hausrinder, Hausschafe, Hausziegen, Hausschweine oder Geflügel befördert werden, nur von Personen gefahren oder als Betreuer begleitet werden, die über einen Befähigungsnachweis gemäß Artikel 17 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 verfügen. Dies gilt nicht für Personen, die Tiere, gerechnet ab dem Versandort bis zum Bestimmungsort, über eine Strecke von maximal 65 km transportieren. Für die Beförderung von anderen als landwirtschaftlichen Nutztieren, wie Alpakas und Lamas, ist kein Befähigungsnachweis erforderlich. Ein Befähigungsnachweis wird erteilt, wenn die betreffende Person einen entsprechenden vollständigen Lehrgang oder Ergänzungslehrgang und/oder  einen Abschluss in den Berufen Fleischer (Ausbildungsrichtung Schlachten), Landwirt, Pferdewirt, Tierpfleger, Tierwirt oder vergleichbare Berufsabschlüsse sowie einen  Abschluss eines Hoch- oder Fachhochschulstudiums im Bereich der Landwirtschaft oder der Tiermedizin aufweist.     

Lange Straßenbeförderungen - als bei einer Fahrzeit über 8 Stunden - von Tieren sind nur zulässig, wenn das Transportmittel gemäß Artikel 18 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 kontrolliert und zugelassen wurde. Die zuständige Behörde stellt auf Antrag einen Zulassungsnachweis für das Straßentransportmittel aus. Für rein nationale Transporte über 8 bis zu 12 Stunden benötigen die Straßentransportmittel nach der Tierschutztransportverordnung keine Zulassung. Diese nationale Ausnahme gilt allerdings nur beim Transport von Zucht- und Nutztieren. 

In Deutschland sind die Kreisveterinärämter für die Umsetzung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zuständig.

Equiden (Pferde, Esel, Maultiere, Maulesel)

Ein Pferd muss während des Verbringens - sei es auch nur vorübergehend (z.B. Urlaub, Turnier) - laut

Entscheidung 93/623/EWG vom 20. Oktober 1993 Entscheidung 93/623/EWG

von einem Dokument zu dessen Identifizierung (Equidenpass) begleitet sein.

Beim vorübergehenden Verbringen in andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union muss dem Equidenpass eine Gesundheitsbescheinigung nach dem Muster des Anhang II der

Richtlinie 2009/156/EWG vom 30. November 2009 Richtlinie 2009/156/EWG

eigefügt sein.

Die Veterinärbescheinigung ist ab dem Datum der Ausstellung 10 Tage lang gültig.

Die Verwendung von TRACES ist für innergemeinschaftliche Verbringungen registrierter Pferde nach wie vor fakultativ.

Für Schlachttiere, Zucht- und Nutzequiden ist jedoch immer eine TRACES-Meldung erforderlich.

TRACES: Merkblatt zum innergemeinschaftlichen Verbringen von Equiden TRACES: Merkblatt zum innergemeinschaftlichen Verbringen von Equiden

In jedem Fall ist innerhalb von 48 Stunden vor dem Verbringen eine amtstierärztliche Untersuchung des Pferdes erforderlich. Es dürfen ausschließlich klinisch gesunde und transportfähige Pferde verbracht werden.

Bitte vereinbaren Sie mit dem zuständigen Veterinäramt einen diesbezüglichen Termin.

In nachfolgendem Informationsmaterial werden die häufigsten Fragen, welche beim Verbringen von Pferden über Ländergrenzen (EU, Schweiz) hinweg auftreten, beantwortet. Auch auf die Bestimmungen beim Wanderreiten wird eingegangen.

Urlaub/Wanderritt mit dem Pferd in der Europäischen Union und der Schweiz - Fragen und AntwortenWanderreiten - Fragen und Antworten

THEMA: Lange Beförderung von Tieren

Bei einer langen Beförderung müssen die Haustiere (Equiden - ausgenommen registrierte Einhufer - und Rinder, Schafe, Ziegen sowie Schweine) in von der zuständigen Behörde zugelassenen Kontrollstellen ruhen und versorgt werden. Die Zulassung ist i.d.R. auf bestimmte Tierarten und -kategorien begrenzt. Zum Beispiel müssen für die Aufnahme laktierender Rinder ausreichende und funktionstüchtige Melkanlagen vorhanden sein. Die Einhaltung der Zulassungsvorraussetzungen ist durch das entsprechende Veterinäramt mindestens zweimal jährlich zu kontrollieren. In Kapitel V und VI der Verordnung (EG) 1/2005 wird die maximale Beförderungsdauer für jede Tierart und -kategorie definiert. So darf für o.g. Tierarten die Beförderungsdauer nicht mehr als acht Stunden betragen. Ausnahmen gelten für den Transport mit speziell ausgestatten Viehtransportfahrzeugen.

Ausgewählte Details:

  1. Kälber, Lämmer, Zickel und Fohlen, die noch nicht abgesetzt sind und mit Milch ernährt werden, sowie noch nicht abgesetzte Ferkel müssen nach einer Beförderungsdauer von 9 Stunden eine ausreichende, mindestens einstündige Ruhepause erhalten, insbesondere damit sie getränkt und nötigenfalls gefüttert werden können. Nach dieser Ruhepause kann die Beförderung für weitere 9 Stunden fortgesetzt werden.
  2. Schweine können für eine maximale Dauer von 24 Stunden befördert werden. Während der Beförderung muss die ständige Versorgung der Tiere mit Wasser gewährleistet sein.
  3. Equiden können für eine maximale Dauer von 24 Stunden befördert werden. Dabei müssen die Tiere alle 8 Stunden getränkt und nötigenfalls gefüttert werden.
  4. Alle anderen oben aufgeführten Tiere müssen nach einer Beförderungsdauer von 14 Stunden eine ausreichende, mindestens einstündige Ruhepause erhalten, insbesondere damit sie getränkt und nötigenfalls gefüttert werden können. Nach dieser Ruhepause kann die Beförderung für weitere 14 Stunden fortgesetzt werden.
  5. Geflügel, Hausvögel und Hauskaninchen müssen mit geeignetem Futter und Frischwasser in angemessenen Mengen versorgt werden, es sei denn, die Beförderung dauert weniger als
    a) 12 Stunden, Verlade- und Entladezeit nicht mitgerechnet, oder
    b) 24 Stunden im Falle von Küken aller Arten, sofern die Beförderung innerhalb von 72 Stunden nach dem Schlupf stattfindet.
  6. Hunde und Katzen sind während des Transports in Zeitabständen von höchstens 24 Stunden zu füttern und mindestens alle acht Stunden zu tränken. Es müssen klar verständliche schriftliche Fütterungs- und Tränkanweisungen mitgeführt werden.

Für den Luft- oder Seetransport gibt es zum Teil abweichende Bestimmungen. .

Hinweis: Das Aufführen aller Details zu jeder Tierart würde den Rahmen dieses Internetauftrittes sprengen. Im Bereich “Service” beantworte ich gern Ihre Fragen.

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